14.–20.01.2019 Für alle: 18.–20.01.2019

#immcologne

Jurysitzung zum Pure Talents Contest auf der imm cologne

12.11.2018

Jurysitzung Pure Talents Contest 2019

Die Jury bei der Arbeit: Rianne Makkink, Suvi Saloniemi, Cristian Zuzunaga, Wilfried Lembert and Johannes Hünig. (Foto: Koelnmesse)

Auch in seinem 16. Jahr hat der Pure Talents Contest der imm cologne wieder hohe Wellen geschlagen. Das letztjährige Ergebnis der Einreichungen wurde erneut übertroffen. Insgesamt gab es 926 weltweite Produkteinreichungen für den Contest, der zu den international renommiertesten Design-Wettbewerben für junge Designer gehört und jährlich im Rahmen der imm cologne von der Koelnmesse ausgerichtet wird.

Der Design-Wettbewerb für junge Nachwuchstalente wird im Rahmen der imm cologne von der Koelnmesse ausgerichtet und richtet sich speziell an Designer, die sich noch im Studium befinden oder ihre Ausbildung gerade erst beendet haben. Für viele, die in die Juryauswahl kommen, ist die Präsentation ihrer Entwürfe auf der imm cologne der Startschuss zu einer erfolgreichen Designer-Karriere. Zusätzlich erhalten die drei besten Produkte in der Wettbewerbsausstellung eine weitere Auszeichnung. Erstmalig gibt es dieses Jahr mit der LivingKitchen Selection auch eine eigene Kategorie für Küchenprodukte, für die ein eigener Preis vergeben wird.

Im Großen und Ganzen waren die Entwürfe rational, überraschenderweise funktional und gut designed. Ich war ziemlich beeindruckt von der Masse der Qualität.

Suvi Saloniemi
Design Museum Helsinki

International besetzte Jury

Die Jury des Wettbewerbs setzt sich wieder aus international anerkannten Designern und Branchenexperten zusammen: Sebastian Herkner, Designer aus Offenbach, Johannes Hünig, Redakteur des IDEAT Magazins aus Hamburg, Wilfried Lembert, Geschäftsführer, Minimum Einrichten GmbH aus Berlin, Rianne Makkink, Designerin, Studio Makkink&Bey aus Rotterdam, Suvi Saloniemi, Chefkuratorin des Design Museums Helsinki und Cristian Zuzunaga, Designer aus Barcelona. Die Eindrücke zu den Einreichungen der 27 nominierten Designer waren durchweg positiv:

„Der erste Eindruck der Entwürfe war sehr stark. Was mir besonders gut gefallen hat, war, dass man die Art und Weise spürt, wie wir leben, wie wir uns zuhause aufhalten, was wir da tun. Das verändert sich ja permanent. Und bei diesen Entwürfen hat man gemerkt, dass sich das unmittelbar in dem widerspiegelt, was die Leute hier einreichen.“

Johannes Hünig, Redakteur IDEAT Magazin

„Eine Strömung, die man [bei den Entwürfen] benennen kann, ist der Umgang mit Ressourcen. Das Thema Material-Recycling, ohne dass es jetzt zu ökomäßig ist … Man merkt, dass diese jungen Designer über Gesellschaft nachdenken. Also ich finde es toll, wenn sich junge Menschen über den Umgang mit Ressourcen Gedanken machen. Und das haben wir auch versucht zu würdigen.“

Wilfried Lembert, Geschäftsführer, Minimum Einrichten GmbH

„Ich glaube, wir haben ernste aber auch experimentelle Entwürfe gesehen. Da war ein guter Mix. Was ich sehr mochte, ist, dass es dieses Jahr mehr Entwürfe mit Farbe gab. Weniger dänisches Holz oder die schwarzen minimalistisch basierten Entwürfe, obwohl es das auch weiterhin gibt. Aber ich habe mich mehr auf die farblichen Entwürfe fokussiert.“

Rianne Makkink, Designerin, Studio Makkink&Bey

„Ich hatte erwartet mehr Trends zu sehen und cooles Zeug, aber tatsächlich waren gar nicht so viele effekthascherische oder trendige oder magazin- und messeartige Entwürfe dabei. Im Großen und Ganzen waren die Entwürfe rational, überraschenderweise funktional und gut designed. Ich war ziemlich beeindruckt von der Masse der Qualität.“

Suvi Saloniemi, Chefkuratorin, Design Museum Helsinki

„Ich war erstaunt darüber, dass viele Entwürfe eine Art gemeinsames Verständnis für Material und Farbe aufweisen. Und was ich mochte, ist, dass dieses gemeinsame Verständnis z.B. in einem Entwurf aus Singapur und Deutschland zu sehen war, die ja nicht miteinander in Verbindung stehen. Die Frage, die mich daran beschäftigt, ist, woran es liegt, dass die beiden Designer einen ähnlichen Entwurf bzw. ein ähnliches Resultat hatten. Es kann sein, dass der eine einen Stuhl, der andere eine Leuchte entworfen hat, aber es gab eine kollektive Verbindung zwischen den Entwürfen.“

Cristian Zuzunaga, Designer

Die 27 nominierten Produkte des Pure Talents Contest werden vom 14. bis 20.01.2019 auf der imm cologne (Halle 3.1) und LivingKitchen 2019 (Halle 4.2) ausgestellt.