Köln: 16.–21.01.2023 #immcologne

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Flexible Raumteiler

Das Trendobjekt Paravent kommt zurück

Dank Homeoffice- und Hygge-Trend legen heute immer mehr Menschen großen Wert auf eine komfortable und zugleich funktionale Einrichtung. Die Entwicklungen im Interior Design zeigen, dass das Zuhause mit Arbeitsplatz, Fitness- und Pausenecken multifunktional geworden ist. Raumteiler eignen sich hier besonders gut, um Privates und Berufliches räumlich voneinander zu trennen.

Paravent „Minima Moralia” von Dante Goods and Bads

Paravents wie der sehr beliebte „Minima Moralia” von Dante Goods and Bads, entworfen von Christophe da la Fontaine, sind schon seit einigen Jahren sehr beliebt auf den Möbelmessen und haben in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen. (Foto: Dante Goods and Bads)

Woher die Raumteiler kommen

Seit einigen Jahren sind sie vermehrt als Designobjekte auf den Möbelmessen weltweit zu sehen: Paravents – wie der sehr beliebte „Minima Moralia“ von Christophe da la Fontaine für Dante Goods and Bads . Warum sie sich neuerdings einer wachsenden Beliebtheit erfreuen, verrät ein Blick in die Historie der Multitalente.

Ursprünglich stammen Paravents aus China. Sie sind allerdings weltweit bekannt. Daher gibt es verschiedene Bezeichnungen wie Japanische Trennwand, Spanische Wand oder ganz einfach Paravent. Tatsächlich heißt das in chinesischer Sprache Píngfēng, was so viel wie Windabschirmung bedeutet. Hier wird die ursprüngliche Nutzung deutlich: Die allerersten Exemplare fand man zu Zeiten der Han-Dynastie. Das war zwischen 206 v. bis 220 n. Chr. Auch in Japan waren die Windschirme beliebt, wo deren Funktion eins zu eins übernommen wurde.

Die Designs unterscheiden sich jedoch je nach Kultur deutlich. Als die Raumteiler damals nach Europa kamen, fanden insbesondere die Königs- und Adelshäuser in Frankreich großen Gefallen daran. Sie fügten sich hervorragend ins Bild von prunkvollen Möbeln und aufwändigen Dekoren ein. Ihr Erfolgsgeheimnis: Flexibilität.

Heute sehen wir die mobilen Trennwände oft in Arztpraxen, Massagesalons und Büros oder bei Restaurants im Außenbereich. Sie dienen als Sicht- und Lärmschutz. Kein Wunder, dass Raumteiler auch im privaten Interior Design einen festen Platz bekommen haben. Sie bieten zahlreiche Möglichkeiten beim Einteilen von Räumen und sind auch als reines Dekorationsobjekt hübsche Hingucker.

Raumteiler „ISOLA Partitions” von Manade

Die reine, minimalistische Ästhetik der „Isola Partitions” von Manade bringt funktionale Nüchternheit in die Einrichtung offener Bereiche. Die Trennwände sind flexibel einsetzbar und bieten durch ihre Modularität mehrere Konfigurationen. (Foto: Manade)

Materialien: von Holz bis Samt

Die ersten, aus Asien stammenden Raumtrenner waren aus natürlichen Materialien wie Holz oder Papier gefertigt. Auch heute wird oft Holz verwendet. Im traditionellen Design präsentiert zum Beispiel der Hersteller Kikuchi Gohan Mokko mit den Japan art screens ein Produkt, das sich zuhause am besten mit hellen Holzmöbeln, weißen Wänden und vielen grünen Pflanzen kombinieren lässt. So kommt das Screen-Design perfekt zur Geltung.

Etwas puristischer und in natürlichem Stil überzeugt Tosai Screen von Conde House. Dieser Paravent ist aus Holzleisten und stützenden Stahlelementen gefertigt. Aufgrund des natürlichen Materials wirkt er schlicht und passt gut in jedes Interior Design. Neben einem eingerichteten Homeoffice als Trennwand aufgestellt, besteht die Möglichkeit, eine gemütliche Sitzecke einzurichten.

Weniger schlicht, aber nicht minder schön sind Raumteiler aus schweren Stoffen wie Samt oder Brokat. Diese gab es früher oft in Frankreich zu entdecken. Dort war es außerdem üblich, die Paravents mit künstlerischen Gemälden zu verzieren. Heute sind schwere Stoffe in Kombination mit dunklen Farben beliebt. Ein Raumteiler ist die perfekte Ergänzung dazu.

Im Gegensatz dazu stehen Raumtrenner mit rein funktionaler Nutzung. Diese finden als Schalldämpfer aus Vlies oder anderen gepolsterten Stoffen in Büros auf dezente Weise ihren Platz. Isola Partitions von Manade ist ein schönes Beispiel für eine minimalistische Ästhetik.

Paravent „Nomad System” von Mio Furniture Company Limited

Das „Nomad System” von Mio Furniture Company Limited ist ein modulares, freistehendes Raumteilersystem, das zu Bildschirmen, Trennwänden, Displays oder sogar Räumen konfiguriert werden kann. (Foto: Mio Furniture Company Limited)

Modular, nachhaltig und einzigartig

Ob als dekorativer Raumteiler oder praktisches Einrichtungsobjekt – die Funktionen sind so vielseitig wie die unterschiedlichen Designs. Wer eine Vorliebe für organische Formen hat, lässt sich vom Curvy Room Divider von Gustaf Westman inspirieren. Ebenso verspielt präsentiert sich der Nomad System Room Divider von Mio Furniture. Hier wird das klassische Trennelement in viele kleine Module aufgelöst, die selbstständig frei im Raum stehen können. Sie lassen sich geschlossen oder offen arrangieren. So eignet sich der modulare Raumteiler bestens für Wohn- und Schlafräume, Lofts oder Büros.

Für viele Menschen ist es zudem sehr wichtig, natürliche Materialien zu verwenden. Da kommen Produkte wie z. B. aus konserviertem Moos in Frage. Die Waldmooswände von Wertykalni liegen in Sachen Nachhaltigkeit ganz weit vorn. Sie sehen nicht nur klasse aus, sondern sind durch Stabilisierungsprozesse lange haltbar. Sie benötigen außerdem keine Pflege und keine Bewässerung. Der HEY-SIGN Paravent des gleichnamigen Herstellers ist ebenso in grün gestaltet und punktet mit innovativen Modul-Elementen. Die modularen Raumteiler sind mit Adaptern ausgestattet, die mehrere Objekte in T- oder Kreuz-Formen miteinander verbinden können.

Raumtrenner als zukünftige Alleskönner

Die Nutzung von Paravents nimmt deutlich zu. Viele Menschen möchten zuhause private und berufliche Einrichtungsgegenstände möglichst harmonisch vereinen. Natürlich soll es auch gemütlich sein. Raumteiler können genau das leisten. Sie sind dekorativ, funktional und teilweise modular sowie nachhaltig.

Die innovativen neuen Designs zeigen bereits, was man aus einer einfachen Faltwand alles kreieren kann. Hier lassen sich in jedem Fall noch mehr Ansätze entwickeln und Ideen entwerfen, die beispielsweise weitere Möglichkeiten fürs Homeoffice anbieten. Egal ob kleine oder große Räume, der Paravent kann praktisch überall zum Einsatz kommen.

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