Köln: 17.–23.01.2022 #immcologne

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Insta-Interior

Pinterest & Co.: Social Media als Inspirationsquelle für Designer

Social Media boomt. Als Kommunikationskanal mit Freunden, Followern und Kunden sind Pinterest und Co. schon lange Teil des alltäglichen Lebens. Aber vor allem, wenn es um Einrichtung geht, spielen Instagram und Pinterest eine immer größere Rolle – für Kunden und Designer.

Instagram und Pinterest

Foto: Unsplash

Wie Social Media Interior Design Trends beeinflusst

Soziale Medien wie Instagram, Pinterest und Co. ermöglichen nicht nur neue Wege der Kommunikation, sondern auch der Inspiration. Mit wenigen Klicks lassen sich die aktuellen Trends ausmachen. Was ist gerade angesagt? Und welcher Hype ist schon wieder vorüber? Die Antworten sind nur einen Klick und wenige Sekunden entfernt. Die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit wirkt sich auf alle Bereiche aus, auch auf Interieur Design.

Durch Social Media ist eine neue Ära angebrochen. Vor dem Jahrtausendwechsel hatte jedes Jahrzehnt seine eigenen Designtrends: Die 70er-Jahre hatten flippige skandinavischen Sofas und Buffets, die 80er waren geprägt von Plexiglas und Pastellfarben. Die 90er-Jahre waren im Vergleich dazu zurückhaltender, geprägt von schwammigen Wänden und Küchen aus Eiche rustikal. Spulen wir vor bis in die zweite Hälfte der 2010er-Jahre, erleben wir einen wilden Mix an Trends: von stimmungsvollen Tönen des Industrial Chic bis hin zum pastellfarbenen Minimalismus. In einem Jahrzehnt konnten wir so viele Trends kommen und gehen sehen wie in den vergangenen 30 Jahren zusammen. Die Beschleunigung und Sättigung von Trends sind nicht die einzigen Entwicklungen, die Social Media eingeläutet hat – es beschleunigt auch den Konsum von Design.

Social Shopping: die neue Art des Einkaufens

Vor dem Zeitalter der sozialen Medien kostete es viel Zeit, Interior Design zu planen. Heute gibt es Pinterest, Instagram und viele andere soziale Medien, die das Leben und die neue Einrichtung erleichtern. Die Couch, die perfekt ins Wohnzimmer passt, die lang ersehnte Traumküche oder das neue Bett – was auch gesucht wird, der erste Weg führt nicht mehr ins Möbelhaus, sondern ans Handy. Mit ein paar Klicks lässt sich die gesamte Wohnung einrichten. Was Social Shopping besonders attraktiv und immer beliebter macht? Einkaufen über Instagram und Pinterest ist ein perfekt auf den Kunden zugeschnittenes Erlebnis mit personalisierten Angeboten und vergünstigen Preisen.

DIY, Hacks & Co. – selber machen ist angesagt

Das Zuhause ist Spiegel der eigenen Persönlichkeit – mehr denn je. Möglichst individuell und einzigartig soll die Einrichtung sein. Um dem Möbelstück von der Stange Leben einzuhauchen und einen persönlichen Look zu verpassen, werden immer mehr Kunden selbst kreativ. Do it yourself , Hacks und Tutorials auf Instagram und Pinterest liefern endlose Tipps und Tricks dafür: Ob es die Kommode vom schwedischen Möbelriesen ist, die durch angesagte Haarnadel-Beine aufgewertet wird, oder der Beistelltisch, der zum Hocker umgewandelt wird. Selbst für Designerstücke, die das eigene Budget übersteigen, finden sich Anleitungen zum Nachbauen.

Mit wenigen Handgriffen funktionieren Kunden Möbel von der Stange um, verleihen ihnen einen individuellen Look und teilen ihre Werke auf den sozialen Medien. So ist eine Art kreativer Kreislauf entstanden: inspirieren lassen, selber machen, teilen und andere inspirieren. Möbeldesigner wissen diesen Trend für sich zu nutzen. IKEA zum Beispiel zeigt auf seinem Blog, wie Kunden Möbel mit wenigen Tricks individualisieren oder umfunktionieren können.

Pinterest, Instagram & Co.: Endlose Inspiration für Designer

So unendlich wie der Feed auf Instagram oder die Pins auf Pinterest ist auch die Inspiration für Designer. Denn die machen sich den neuen Blick auf Interior Design der Verbraucher zu eigen: Sie nutzen Social Media, um die Bedürfnisse der Kunden zu erkennen, zu analysieren und daraus neue Designs zu entwickeln. Den nächsten großen Trend im Interior Design vorherzusagen scheint nie einfacher gewesen zu sein.

Vor allem im vergangenen Jahr ließ sich das beobachten. Das Corona Virus hat dafür gesorgt, dass sich innerhalb weniger Monate die Ansprüche an Möbel gewandelt haben. Arbeit, Schule und Freizeit verlagerten sich in die eigenen vier Wände. So gewann vor allem das Thema Home-Office an Bedeutung. Die Diskussion darüber, wie sich Arbeit und Privates am besten verbinden lassen, fand vor allem in den sozialen Medien statt. Innerhalb kürzester Zeit hat die Möbelbranche auf die neuen Ansprüche reagiert und smarte Lösungen designt.

Neben reinen Verkaufszahlen liefern soziale Medien Designern wichtige Einblicke in die Bedürfnisse ihrer Follower. Während Kunden stundenlang durch Feeds scrollen, liken, teilen und kommentieren, liefern sie unbewusst wichtige Insights für Möbeldesigner.

Endlose Inspiration für Designer

Quelle: Unsplash

Social Media lässt Inspiration und Inszenierung verschmelzen

Vor Jahren erfolgte der Aufbau eines Kundenstamms durch Mundpropaganda oder Anzeigen in Magazinen, Trends wurden definiert durch Redakteure der großen Zeitschriften. Mit Pinterest und Co. hat sich das verändert. Soziale Medien dienen nicht nur als Quelle der Inspiration, sondern vor allem auch als Werbekanal. Pinterest und Instagram ermöglichen Designern mit wenigen Klicks den Zugang zu Millionen potenzieller Kunden. Diese breit gefächerte und hoch engagierte Community, die von großen Marken und professionellen Influencern bis hin zu Enthusiasten zu Hause reicht, bietet enorme Möglichkeiten zu interagieren und sich einzubringen. Verbraucher wollen nicht mehr von Marken überredet werden; die Menschen wollen praktische Informationen und ehrliche Empfehlungen – und genau hier setzt Social Media an.

Designer können ihrer Marke ein Gesicht geben und eine persönliche Bindung zu Followern aufbauen. Kunden können einen Blick hinter die Kulissen werfen, bekommen ein Gefühl für den Stil und die Arbeit der Designer und können sich mit anderen über die Marke austauschen. Dieser Austausch macht Social Media so wichtig für Designer. Es ist der ideale Ort, um neue Designideen zu präsentieren und direkt die Resonanz der Kunden zu sehen. Oder eben alte Designs zu überdenken. Es ist die perfekte Mischung aus Inszenierung der eigenen Marke und Quelle der Inspiration für neue Designs.

Insta-Interior: gekommen, um zu bleiben

Es zeigt sich ein Umdenken in der Designbranche. Wurden die Trends früher von den Großen der Branche bestimmt, wird die Meinung der Kunden immer wichtiger. Sie folgen den Trends nicht nur, sie bestimmen sie. Ob Pinterest oder Instagram, soziale Medien sind auch in der Möbelbranche angekommen – und ihr Einfluss wird in den kommenden Jahren weiter wachsen.

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