Köln: 16.–21.01.2023 #immcologne

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Achtsamkeit und Konnektivität

Küchentrends 2022: Smarter Wohnraum zum Wohlfühlen

Jedes Jahr entdecken wir viele spannende Lifestyle-Bewegungen. Die daraus entstehenden Trends verändern auch das Interior Design. Vor allem Küchen werden als Wohn- und Essraum von neuartigen Lebens- und Ernährungsweisen beeinflusst, denn dort treffen viele Lebensbereiche aufeinander. Erfahren Sie hier, welche Küchentrends 2022 die Einrichtungen von Morgen prägen werden.

Minimalistisches Küchendesign von Max Vakhtbovych auf Pexels.

Küchen, die Achtsamkeit im Alltag beim Design mit einbeziehen, sind einer der großen Trends 2022. (Foto: Max Vakhtbovych auf Pexels)

Nachhaltige Küchen begeistern

Einer der gefragtesten Trends des letzten Jahres war der Wunsch nach zeitlosen und nachhaltigen Produkten . In Zeiten der Klimakrise und der „Fridays for Future“-Bewegung interessieren sich immer mehr Menschen nicht nur für das Thema Nachhaltigkeit, sondern möchten aktiv etwas für die Umwelt tun – zum Beispiel nachhaltiger wohnen. Somit werden zeitlose, qualitativ hochwertige Designs in Küchen sowie traditionelle Handwerkskunst und lokale Herstellungsarten von Produkten noch wichtiger.

Hinzu kommt, dass die Digitalisierung rasant Fahrt aufgenommen hat. Nach vielen Stunden vor dem Computer im Homeoffice oder im Büro ist es nicht verwunderlich, dass wir uns zuhause nach einer natürlichen Umgebung sehnen. Dabei darf ein wohliges Gefühl von Komfort auch in der Küche nicht fehlen. Natürliche Materialien wie Holz mit haptischen Oberflächen, erdige Farbtöne wie Olivgrün oder Terrakotta sowie eine Portion Minimalismus machen die Küche zum Raum fürs Kochen, Essen und Wohnen.

Achtsamkeit im Alltag und Sensory Design

Der Alltag bringt genug Trubel mit sich. Um sich trotzdem ausgeglichen zu fühlen, schaffen wir uns zukünftig in der Küche eine ruhige Atmosphäre. Übermäßiger Konsum war gestern, viel mehr besteht heute der Wunsch nach wenigen, aber wichtigen Objekten, die wirklich wertgeschätzt werden. In der Küchengestaltung findet sich der Trend der Achtsamkeit in monochromen Farbgebungen und einem minimalistischen Einrichtungsstil wieder. Außerdem verstecken sich Geräte wie Kühl- oder Gefrierschränke sowie Geschirrspüler hinter Einbauschränken und Abzugshauben integrieren sich in ein harmonisches, reduziertes Gesamtbild, indem sie nur bei aktiver Nutzung hervorgezogen werden.

Beruhigende Küchendesigns können aber noch mehr: Der Cross-Sensory-Effekt, auch Sensory Design genannt, beschreibt ganzheitlich durchdachte Konzepte. Im Interior Design von Küchen bedeutet es, dass monochrome, erdige Farben und die wenigen Objekte eine ruhige Stimmung hervorrufen und alle Sinne mit einbeziehen. In einer sogenannten sensorischen Küche beschäftigen wir uns nach einem hektischen Tag mit den eigenen Sinneswahrnehmungen, indem wir haptische Oberflächen fühlen, gute Gerüche aufnehmen und gesundes Essen schmecken. Zu einem perfekten Sensory Design Gesamtkonzept für die Küche zählen zudem eine angenehme Raumtemperatur oder beruhigend wirkende Töne wie beispielsweise das Geräusch von fließendem Wasser oder leiser Hintergrundmusik.

Küche im Sensory Design von Becca Tapert auf Unsplash.

Im Sensory Design werden gezielt zum Beispiel mit verschiedenen Haptiken, Farben, Gerüchen, Tönen und Geschmäckern alle Sinne angesprochen. Warme, erdige Töne in der Küche vermitteln eine Wohlfühlatmosphäre. (Foto: Becca Tapert auf Unsplash)

Megatrend Konnektivität macht Küche smart

Im Gegensatz zur Achtsamkeit im Alltag stehen Digitalisierung und der Megatrend Konnektivität. Dieser wird mit smarten Geräten, die Mensch und Technik miteinander verbinden, in Küchen weiter Einzug erhalten. Digitale Produkte, extra für High-Tech-Küchen entwickelt, zeichnen sich als wichtiger, sich rasant weiter entwickelnder Einrichtungstrend ab. Dazu zählen Kühlschränke mit integriertem Essen-Bestellsystem oder Mikrowellen, die mit der Stimme bedient werden. Digitalisierung und Konnektivität müssen allerdings nicht gleich ein Gefühl von Stress vermitteln, sondern können für mehr Effizienz und Zeitersparnis sorgen.

Ergänzend dazu sind funktionale und modulare Einrichtungsgegenstände weiterhin im Trend. Sie bringen eine große Portion Flexibilität in den Küchenalltag und sind obendrein oft platzsparend. Das zeigt sich bei ausziehbaren Arbeitsflächen, verstellbaren Küchentischen oder Eckschränken, die Stauraum in der kleinsten Nische bieten. Laut Küchenexperten der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK) – Förderer des internationalen Küchenevents LivingKitchen auf der imm cologne – werden zukünftig flexible Einrichtungssysteme die Küche besonders attraktiv als Ort für das Homeoffice machen. Die Küchentrends 2022 bringen demnach Schubladenauszüge für Laptops, höhenverstellbare Küchenunterschränke oder extra eingebaute Lampen für ausreichende Beleuchtung zum Arbeiten.

Smart Design Küche von Cleyder Duque auf Pexels

Durch den Megatrend Konnektivität sind Küchen im Jahr 2022 mit der neuesten Technik ausgestattet. (Foto: Cleyder Duque auf Pexels)

Soziales Design: Küche als grünes Zentrum

Das Zukunftsinstitut hebt für 2022 Urban Farming als einen besonders innovativen und zugleich sozialen Trend hervor. So wird die Küche zukünftig als Ort zum Eigenanbau erweitert. Der Wunsch nach lokal erzeugten Lebensmitteln und gesunder Ernährung steigt weiter. Ob Kräutergarten, Indoor-Gärten wie das erfolgreiche Kickstarter-Projekt Click and Gro w oder Gemüse-Kübel: Auf an Küchen angrenzenden Balkonen oder Terrassen, auf Fensterbänken oder in freien Ecken wird es mehr Grün geben. Die Küche wird damit zur grünen Oase. Doch nicht nur das: In der gesamten Nachbarschaft wird es mehr Gemeinschaften geben, die sich gemeinsam um ihre Urban Farming Projekte kümmern.

Auch Küchen werden wieder vermehrt als sozialer Ort fürs gemütliche Beisammensein genutzt. Ein großer Küchentisch oder großzügige Kochinseln wie die Baccarat-Kitchen von Scavolini sind dafür optimal geeignet. Eine clevere Raumaufteilung in Arbeitsflächen und Essbereiche macht die Küche zu einem flexibel nutzbaren Raum und einem sozialen Treffpunkt für alle.

Arbeitsplatte mit Küchenpflanze von Marcin Galusz auf Unsplash.

Pflanzen und Kräuter auf Fensterbänken, in Indoor-Gärten oder an der Wand befestigt ermöglichen Urban Farming auch in der Küche. (Foto: Marcin Galusz auf Unsplash)

Gender Design in der Küche

Female Empowerment und Gender Design waren und sind richtungsweisende Trendthemen der modernen Gesellschaft. Geschlechterrollen sind nicht mehr so verbindlich wie früher. Fürs Kochen interessieren sich beispielsweise heutzutage alle. Während bei Männern, laut Expertinnen und Experten des LivingKitchen Förderer AMK , der Fokus in der Kücheneinrichtung auf fortschrittliche Technik wie Elektrogeräte, Induktionsherde, Hightech-Kühlschränke oder Temperatursensoren gelegt wird, wünschen sich viele Frauen für die Küche eine warme Atmosphäre zum Wohlfühlen. Hier sind Holzmaterialien, dekorative Accessoires wie Kräutertöpfe und mit Lebensmitteln gefüllte Glasbehälter beliebt. Dennoch unifizieren sich die Interessen immer mehr, aktuell vor allem in puncto Platzersparnis, Ergonomie und flexibler Raumnutzung. Die Geschlechterrollen in Arbeits- und Lebenswelten werden weiterhin verschmelzen, wie das das Zukunftsinstitut prognostiziert prognostiziert.

Küchentrends 2022 zeigen Vielfältigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt die Menschen immer mehr, überholte Rollenbilder lösen sich langsam auf, der Trend geht in Richtung Offenheit und Freiheit aller Geschlechter. Flexible Kücheneinrichtungen und Module sowie eigens gepflanzte Nahrungsmittel machen aus der Küche eine vielseitige Wohnoase, in der auch in Gesellschaft gerne Zeit verbracht wird. Wertschätzung spielt dabei ebenso eine wichtige Rolle, denn übermäßiger Konsum ist nicht mehr angesagt. Die Konnektivität von High-Tech-Produkten hilft dabei, effizienter und energiesparender zu leben und zu kochen.

Erfahren Sie, wie sich die Küchentrends 2022 weiterentwickeln: Der imm cologne Magazin Newsletter hält Sie immer über spannende Insights, Trends und Inspirationen auf dem Laufenden.