13.–19.01.2020 Für alle: 17.–19.01.2020

#immcologne

Rückzugsort mit natürlichem Charme

29.10.2019

Pflegezentrums Kālida Sant Pau in Barcelona mit amerikanischem Tulpenbumholz von AHEC

Das neue Gebäude Kālida Sant Pau vor der Onkologieabteilung des Hospitals. Foto: Lluc Miralles

Der Verband für amerikanische Laubhölzer AHEC (American Hardwood Export Council) hat den Bau des neuen Pflegezentrums für Krebspatienten, Kālida Sant Pau in Barcelona, mit einer Spende von amerikanischem Tulpenbaumholz unterstützt. Aufgrund der Behandlung des Holzes durch thermische Modifikation ist es besonders widerstandsfähig und eignet sich somit optimal für die Verwendung im Freien.

Es sind nur wenige Schritte von der Onkologieabteilung des Hospitals bis zum neuen Gebäude Kālida Sant Pau. Hier, im Krebszentrum, sollen an Krebs erkrankte Menschen in den verschiedenen Phasen der Krankheitsbehandlung unterstützt und informiert werden. Gefördert wird ein psychosoziales Versorgungsmodell, das sich auf die Bedürfnisse des Einzelnen konzentrieren will und an das sich über die Patienten hinaus auch Familienmitglieder, Freunde und Pflegepersonal wenden können.

Holz von AHEC für Außenpergola und Fassade

Pflegezentrums Kālida Sant Pau in Barcelona mit amerikanischem Tulpenbumholz von AHEC

Die zu kleinen Dreiecken geformten Holzplatten werden von einer Stahlkonstruktion umrahmt. Foto: Lluc Miralles

Für zwei Bereiche des neuen Gebäudes – die Außenpergola und die gitterförmige Fassade – hat AHEC amerikanisches Tulpenbaumholz zur Verfügung gestellt. Das eingesetzte Holz wurde thermisch modifiziert und gilt als sehr witterungsbeständig. Der Entwurf für das Gebäude stammt von der Architektin Benedetta Tagliabue vom Studio Miralles Tagliabue EMBT, die Inneneinrichtung stammt von der Architektin und Interior Designerin Patricia Urquiola.

Unter der Pergola, einem raumbildenden Gang, gelangen die Besucher zum Haupteingang. Die zu kleinen Dreiecken geformten Holzplatten werden von einer Stahlkonstruktion umrahmt und sollen einen strukturellen Kontrast zur Außenanlage bilden. Die gitterförmige Fassade aus Tulpenholzlamellen ermöglicht einen Blick auf den Komplex des Hospital de Sant Pau, wahren aber gleichzeitig Privatsphäre der Patienten. „Die Verwendung von wärmebehandeltem Tulpenbaumholz war eine ausgezeichnete Wahl für die Außenelemente des Gebäudes Kālida Sant Pau. So konnten wir elegante Holzelemente einsetzen, die optimal für die Nutzung im Freien geeignet sind“, sagt die Architektin Benedetta Tagliabue.

Thermisch behandeltes Holz für den Außenbereich

Pflegezentrums Kālida Sant Pau in Barcelona mit amerikanischem Tulpenbumholz von AHEC

Die gitterförmige Fassade ermöglicht einen Blick auf den Komplex des Hospitals, wahren aber gleichzeitig Privatsphäre der Patienten.Foto: Lluc Miralles

Thermisch modifiziertes Holz ist besonders leistungsstark und hat eine lange Lebensdauer, so dass es auch im Außenbereich ohne zusätzlichen Schutz auskommt. Dafür wird das Holz über drei bis vier Tage schrittweise auf eine Temperatur von 180-215°C erhitzt.

Dieser Prozess reduziert den Feuchtegehalt des Holzes auf 4-6 Prozent und verändert dessen physikalische Struktur: die Kapazität zur Aufnahme von Feuchtigkeit wird somit begrenzt. Dadurch erhalten die Produkte eine höhere Dimensionsstabilität und sind weniger anfällig für Verdrehungen oder Verformungen bei Feuchtigkeitsänderung. Zudem zerstört der thermische Veränderungsprozess auch die Hemizellulosen und Kohlenhydrate im Holz, die wichtigsten Nahrungsquellen für Insekten und Schimmelpilze. So wird das Holz widerstandsfähiger gegen Fäulnis, ohne dass Oberflächenbehandlungen erforderlich sind. Außerdem erhält es eine attraktive dunkle Färbung.

„Wir glauben, dass diese Technologie der Schlüssel für den Gebrauch von Holz im Außenbereich ist“, ist sich David Venables, Direktor von AHEC Europe, sicher. „Der Markt wächst, und Designer und Architekten wollen Holz verwenden. Aber damit dies gelingt, muss es gut funktionieren, gut aussehen und lange halten, sonst wird es einfach nicht eingesetzt. Wärmebehandeltes Holz ist nicht auf chemische Produkte angewiesen, gleichzeitig verfügt es über eine hohe Stabilität und hat eine verhältnismäßig geringe Umweltbelastung. Wir freuen uns, dass wir am Gebäude Kālida Sant Pau und an dieser fantastischen sozialen Initiative mitgewirkt haben.”