Köln: 16.–21.01.2023 #immcologne

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Hotels der Zukunft

Was bei Bau und Einrichtung moderner Hotels immer wichtiger wird

Die Hospitality-Branche rund um Hotels und Restaurants ist stark im Wandel. Nicht zuletzt die Coronapandemie hat den Tourismusbereich erst fast zum Erliegen gebracht und dann ordentlich durchgewirbelt. Doch nicht nur die schwierigen letzten Jahre, sondern auch verschiedene Trends und Wünsche der Kunden fordern ein Umdenken bei der Art, wie wir Hotels bauen und einrichten. Nachhaltigkeit, Urbanisierung und New Work sind dabei nur einige interessante Begriffe mit viel Potenzial.

New York, Schreibtisch in einem Hotel, Pflanze

Urbanisierung, New Work, Nachhaltigkeit – die Megatrends der Hotelbranche (Fotos v.l.n.r.: Lerone Pieters, Unsplash, Justus Menke, Unsplash, Olena Sergienko, Unsplash)

New Work, Nachhaltigkeit & Co: die Trends der Branche

Was erst mal dringlich klingt, birgt auch allerlei Chancen. Denn wenn eine Branche gut mit Veränderungen und sich wandelnden Kundenwünschen umgehen kann, dann die experimentierfreudige Hospitality-Branche. Nicht umsonst gilt das Hoteldesign als Spielwiese für kreative Architekten und Designer. Durch die schnellen Umgestaltungszyklen lässt sich hier viel ausprobieren. So können regelmäßig technische Neuheiten sowie neue Designelemente getestet und ausprobiert werden.

Eine umfangreiche Studie von Villeroy und Boch zeigt, worauf genau es in den nächsten Jahren ankommen wird und welchen Trends Hotel-Gestalter bei Neu- und Umbauten sowie Erweiterungen unbedingt beachten sollten. Viele Megatrends wie Urbanisierung, Digitalisierung oder Nachhaltigkeit sind mittlerweile bekannt. Doch halten diese ganz gezielt und individuell auch in der Hotelbranche Einzug und können ein Hotel auf neue Level heben.

Megahotels als Antwort auf die Urbanisierung

Schon lange kein Geheimnis mehr: Immer mehr Leute drängen in die Städte. Die Coronapandemie hat kurzfristig die Attraktivität des Landes gefördert, langfristigen Prognosen zufolge liegt die Zukunft aber weiterhin in den Städten. So sollen bereits 2050 dreiviertel aller Menschen in Städten zu Hause sein. Was im Allgemeinen als Urbanisierung bekannt ist, ist für die Hotelbranche also eine Herausforderung und Chance gleichermaßen.

Bereits heute sind die ersten Megahotels Realität. Das First World Hotel in Malaysia ist das derzeit größte Hotel der Welt – mit 7.300 Zimmern. Wer diese Zahl schon für extrem hält: Getoppt wird das aber schon bald vom Abraj Kudai in Mekka mit sagenhaften 10.000 Zimmern. Schon jetzt machen sich Architekten weltweit an die Aufgabe, immer ausgefallenere Megahotels zu entwerfen. Ob schwimmende oder an Drahtseilen schwebende Hotels: Die Grenzen des Möglichen scheinen aufzuweichen. 800

Hotellobby und Hotel-Co-Working-Space

Das Hotel der Zukunft: ein Ort für Gemeinschaft. (Foto: Darshan Patel, Unsplash & Yoav Aziz, Unsplash)

Das Hotel als Lebensort

Dem Trend der Megahotels steht ein anderer Megatrend entgegen: der Wunsch nach einem „individuellen Wir“. Einerseits geht es hierbei um immer mehr Individualität und Selbstbestimmung, andererseits sehnen wir uns gleichzeitig nach mehr Gemeinschaft und setzen immer mehr auf Co-Working-Spaces und Orte der gemeinschaftlichen Freizeitgestaltung.

Genau wie die Hotelbranche befindet sich auch die Arbeitswelt durch die Coronakrise in einem enormen Wandel. Notgedrungen erhielt die Digitalisierung Einzug in zahlreiche Bereiche der Arbeitswelt. Für viele Menschen wurde das Home- und Mobile-Office zu einer willkommenen Realität. Parallel bleiben Hotels nicht länger nur Unterkünfte, die lediglich der Übernachtung oder Erholung dienen, sondern wandeln sich zum Ort, in dem das private und berufliche Leben komplett stattfinden kann. Moderne Hotellobbys mit Wohnzimmer-Charme und gemütliche Co-Working-Spaces sind dabei nur zwei der widersprüchlichen Wünsche moderner Hotelgäste.

Von zentraler Bedeutung sind vor allem zwei Bereiche:
Arbeit:
Moderne Hotels stehen bei der Ausrichtung ihres Konzeptes vor der Aufgabe, ihre Räumlichkeiten weniger als simple Schlafmöglichkeiten und mehr als Wohnraum einzurichten, den man bei Bedarf als weiteren Arbeitsplatz nutzen kann – mit allen Annehmlichkeiten wie das eigene Büro oder Homeoffice. Lediglich ein paar konservative Konferenzräume werden den Anforderungen der Gäste an ein modernes Hotel in Zukunft nicht mehr gerecht.
Leben:
Wer viel arbeitet, braucht auch viel Ausgleich. Das Hotelzimmer der Zukunft wird zum individuellen Wohlfühlort und kommt mit allem Komfort, den wir uns wünschen und von zu Hause kennen. Es hat die richtige Temperatur, spielt unsere Lieblingslieder, streamt unsere Netflix-Serien, lässt sich individuell beleuchten, Pflanzen sorgen für einen besonderen Wohlfühlfaktor und durch das modulare Mobiliar lässt es sich vom Wohnraum ganz einfach zum Homeoffice verwandeln – und wem der Sinn nach etwas Gemeinschaft steht, der geht in die Lobby, die als modernes und gemütliches Gemeinschaftswohnzimmer und Begegnungsstätte dient.

Modernes Hotelrestaurant

Pflanzen, Holz und Glas: Natürliche Materialien bestimmen das Hoteldesign der Zukunft (Foto: Quark Studio, Pexels)

Nachhaltige Architektur für mehr Umweltbewusstsein

Das Hoteldesign der Zukunft ist vor allem eins: grün! Und das beginnt schon bei der Einrichtung. Neben vielen Zimmerpflanzen, die für ein behagliches Wohnklima sorgen, wird bei der Ausstattung von modernen Hotels in Zukunft vor allem auf natürliche Ressourcen zurückgegriffen. Holz, Stein und Glas werden die zukünftigen Zimmer, Lobbys und Restaurants der Hotels prägen. Ob nachhaltige Möbel, eine bessere Energieeffizienz oder nachhaltigere Recycling- und Wasseraufbereitungssysteme: Viele Hotels haben beim Thema Nachhaltigkeit zahlreiche Einsparungsmöglichkeiten und Platz für Innovationen. Auch in den Hotelrestaurants gibt es viel Potenzial. So können verwendetes Gemüse und allerlei Kräuter einfach selbst angebaut werden. Fläche dafür finden Sie im Hotel der Zukunft etwa an den Außenwänden der Gebäude, an dem Pflanzen in vertikalen Gärten hinaufwachsen können.

Ein Beispiel, wie schon heute Nachhaltigkeit in der Hotelbranche gelebt werden kann, sind die sogenannten Bio-Hotels . Die Mitglieder der Hotelvereinigung haben sich zum Ziel gesetzt, zu 100 Prozent nachhaltig zu werden. Das beginnt bei großen Themen wie Ökostrom und Energieeffizienz, geht über Bio- und regionale Lebensmittel bis hin zu kleineren Details wie Naturkosmetik in den Badezimmern der Gäste. Damit das so bleibt, gibt es alle zwei Jahre eine Bio-Kontrolle samt CO2-Bilanzierung.

Die spannende Zukunft der Hotels

Ob Urbanisierung, Individualisierung oder Nachhaltigkeit: Die Liste der Megatrends, die einen großen Einfluss auf die Art, wie wir das Hotel der Zukunft denken und konzipieren werden, ist lang. Doch was in anderen Bereichen für Schweißausbrüche sorgen würde, ist in der experimentierfreudigen und kreativen Hotelbranche eher eine gern gesehene Herausforderung – und mit dem richtigen Konzept eine Möglichkeit, sich hervorzuheben.

Weitere spannende Einblicke in die Zukunft und aktuelle Trends der Einrichtungsbranche finden Sie regelmäßig in unserem magazine by imm cologne Newsletter .